Zu Besuch in Blankenheim
    Löstige Bröder Aktive 2024/2025
    Tollitäten der Session 2025 / 2026
    Weiberdonnerstag in der Bürgerhalle
    Standquartier 2024

    Auch Kunz musste aufgeben

    Rathaussturm durch die Prinzengarde des KV „Löstige Bröder“ – Der Regen konnte die Angreifer nicht aufhalten – Bürgermeister: „Geht nach Hause, ich muss arbeiten“ – Schüsse aus der „Möckeflitsch“ wirkten  

    Kall – „Schön, dass ihr hier wart, aber jetzt geht nach Hause, im Rathaus wird jetzt weitergearbeitet“, rief Bürgermeister Emmanuel Kunz der großen illustren Gesellschaft zu, die sich am Vormittag des Weiberdonnerstags trotz des miesen Regenwetters vor der Außenstelle des Rathauses eingefunden hatte.

    Doch nach Hause schicken lassen wollten sich die Karnevalisten des KV „Löstige Bröder keinesfalls. Im Gegenteil, sie waren mit Unterstützung der Musikkapelle Kall zum Sturm auf den Beamtenbunker angetreten. Mit dem Vorstand, den Rotröcken, den Kallbachmücken, den Möhnen, der kleinen Prinzengarde „Musketiere“ und der großen Prinzengarde mit ihrer Kanone „Möckeflitsch“ bliesen die Karnevalisten zum Rathaussturm.

    Unterstützt wurden sie dabei von den benachbarten Gesellschaften „Kinderkarneval Sistig“, der KG „Süetenicher Schlipse“ und der KG „Jecke Krohe von Wahlen“, die mit ihren Tollitäten aufmarschiert waren. Auch das Dreigestirn der St. Nikolaus-Förderschule war präsent. Zwar ohne Tollität, aber mit einer starken Abordnung unterstützten die Schevener „Jecke vom Hahnebömsche“ den Sturm auf den Beamtenbunker an der Bahnhofstraße.

    Bevor der offizielle Sturm aufs Rathaus begann, zeigten die Garde „Kallbachmücken“ sowie die Möhnen einige flotte Tänze auf dem Vorplatz. Erstmals zeigten Möhnen und Mücken einen gemeinsamen Tanz.   

    Löstige-Bröder-Chefin Simone Saßmann forderte den Bürgermeister, der sich mit seinem direkten Stellvertreter Markus Auel hinter einem Fenster im ersten Stock der Rathaus-Nebenstelle verschanzt hatte, auf, sich zu ergeben, und die Macht an die Kaller Frauen abzugeben. Die Prinzengarde werde „kurze Fuffzehn“ machen, wenn er nicht freiwillig aus dem Haus komme.

     Doch Saßmanns Drohung auf den Angriff, und auch die Forderungen der anderen Gesellschaften ignorierte Bürgermeister Kunz: „Wir sind gut vorbereitet. Hier weht heute ein anderer Wind, heute wird hier weitergearbeitet“. Dass die Verwaltung für einen Angriff angeblich „gut vorbereitet“ sei, demonstrierte Bauhofleiter Rene Kaudel, der mit seiner Mannschaft eine Furcht einflößende Kanone Marke „Eigenbau“ präsentierte.

    Nun übernahm Rico Spilles, der Kommandant der Prinzengarde, die Wortführung: Wenn Kunz nicht freiwillig aus dem Haus komme, werde die Prinzengarde die „Möckeflitsch“ sprechen lassen und das Haus sturmreif schießen. Der Bürgermeister konterte: „Nicht schlimm, das wird ohnehin bald abgerissen“.

    Dann machte Emmanuel Kunz den Jecken unten im Hof der Nebenstelle ein Angebot. „Nehmt den hier“, rief Kunz und präsentierte seinen Vorgänger Hermann-Josef Esser am Fenster. Der wechselte aber flugs die Fronten und eilte den Karnevalisten im Hof zu Hilfe, wo die Musikkapelle gerade ein „Happy Birthday“ für den Prinzengarde-Kommandant Rico Spilles angestimmt hatte, der an dem Tag seinen 30. Geburtstag feierte.   

    Einen ersten Schuss aus der „Möckeflitsch“ der Prinzengarde wollte die Bauhof-Crew mit ihrer Kanone abwehren, die aber zur Erheiterung der vielen Zuschauer nur einen kläglichen Plopp als „Rohrkrepierer“ von sich gab. Eine weitere Abwehr gelang der Bauhof-Truppe danach erst gar nicht mehr, weil die Prinzengarde Kaudels Kanone kurzerhand erobert hatte.

    Nach einem zweiten und einem dritten ohrenbetäubenden Schuss aus der Möckeflitsch ergab sich Bürgermeister Kunz und schwenkte die weiße Flagge. Von zwei Prinzengardisten wurde der Rathaus-Chef gefesselt und zu den Karnevalisten aus dem Haus gebracht. Dort wünschte er den Gesellschaften einen schönen Karneval und stimmte mit ihnen ein kräftiges „Kall Alaaf“ an.

    (Reiner Züll)

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