Zu Besuch in Blankenheim
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    Den eisigen Wind weggefeiert

    24 Gruppen und über 700 Teilnehmer beim Zoch der Kall „Löstige Bröder“ – Unterstützung von vielen Karnevalsfreunden aus den Außenorten – Bürgermeister als Wikinger-Huhn – Zugweg verkürzt

    Kall – Ein eisiger Wind pfiff über dem Aufstellungsort des Kaller Karnevalszugs auf der Kölner Straße, doch das konnte die Vorfreude der rund 700 Zugteilnehmer nicht trüben. Es war zwar kalt, aber weder Regen noch Schnee waren für die Dauer des Zuges nicht in Sicht. Zeitweise schien sogar die Sonne, worüber Löstige-Bröder-Chefin Simone Saßmann sichtlich glücklich war. „Das war mein einziger Wunsch“, so Saßmann.

    Mit einigen Minuten Verspätung startete der Zug, der in diesem Jahr wegen dem Neubau der Brücke an der Hindenburgstraße in Höhe des Berufskollegs Eifel den verkürzten Weg von der Bahnhofstraße über den Weiherbenden in Richtung Aachener Straße nahm. Mehrere tausend Menschen, die der Kälte trotzten und den eisigen Wind einfach wegfeierten, säumten die Straßenränder entlang des, mehrere Kilometer langen Zugweges.

    Die Feuerwehr, das Ordnungsamt der Gemeinde, das DRK mit großem Aufgebot, sowie die Polizei sorgten beim Zoch für die Sicherheit. Ebenso zahlreiche Wagenengel, die die teils großen Wagen absicherten. Es war ein bunter Zug mit unterschiedlichen Themen.

    Es ist schon fast Tradition, dass die Schützlinge der Lebenshilfe mit ihren Betreuern ganz vorne im Zug dabei sind. „Pumuckel & Mister Eder“ lautete dieses Mal ihr Motto. Die große Zahl der Cafés in Kall wurde ebenso glossiert, wie der erste Eisautomat im Ort. „Unser Traum wird wahr, ganz Kall ist eine Candy-Bar“ hatte Nicole Bartoly als Motto ausgerufen.

    Jedes Jahr mit einem sensationellen Mottowagen vertreten ist die Gruppe um den ehemaligen Prinzen Hans Lambert. Lambert & Co zogen mit einem riesigen Raumschiff im Zug mit und verkündeten „Raumschiff Kallida zurück zur Basis Bürgerhalle“. Damit näherten sich dem diesjährigen Motto „Traumschiff Kallida zurück im Heimathafen“ des KV Löstige Bröder an, der nach vierjähriger Pause wieder Karneval in der Bürgerhalle feiern kann.

    Als wilde Tiere ging eine Gruppe von Michael Müller unter dem Motto „Safari“ mit. Aus Keldenich war die Showtanzgruppe „Fusion“ und ein Wagen mit dem Keldenicher „Racing Team“ dabei. Die „Jecke Krohe von Wahlen“ waren mit ihrer Prinzessin Mia I. (Leyendecker) im Zug dabei. Auf dem Wagen der „Krohe“ entdeckte man auch Ex-Bürgermeister Hermann-Josef Esser bei eifrigen Kamelle-Werfen.

    Die Schevener „Jecke vom Hahnebömsche“ waren mit Vorstand und Elferrat, mit der Jugendabteilung, der Garden und der Showtanzgruppe „Limitless“ im Zoch vertreten. Geballte Tollitäten-Power hatten die „Schlipse“ aus Sötenich mitgebracht: Das Dreigestirn mit Prinz Timo, Bauer Bene und Jungfrau Adrien sowie das Kinderprinzenpaar John und Mila.

    Dem Wagen des Sötenicher Dreigestirns folgten die Sportler des SV Rinnen, dessen Vorsitzender Prinz Timo I. (Hermanns) ist. „Helden der Kindheit“ präsentierte die Gruppe um Nora Zappen, während auf einem großen Wagen um die Gruppe von Max Dreßen „Apre Ski“ angesagt war.

    Nicht aus dem Kaller Karnevalszug wegzudenken ist die vielköpfige Fußgruppe des Eier- und Hühnerclub (EHC) aus Golbach/Straßbüsch. Als Wikinger-Hühner zog der EHC mit Kind und Kegel im Zug mit. Massenweise wurde bunte Party-Eier unters närrische Volk am Zugweg gebracht. Mittendrin Bürgermeister Emmanuel Kunz, der langjähriges Mitglied des Clubs ist, und der sich als Meister im Kamelle-Schmeißen auszeichnete.

    Dem großen Wagen der Prinzengarde der Löstigen Bröder folgte als muntere Fußgruppe die kleine Grade „Musketiere“. Getreu dem Motto „Das Beste zum Schluss“ bildeten die beiden Wagen der Tollitäten, von der Musikkapelle Kall musikalisch begleitet, das Ende des Umzugs. Das Kinderprinzenpaar Lukas III. und Emma I. (beide Jaschke) hatten großen Spaß dabei, ihr Wurfmaterial unters Volk zu bringen. Und auch Prinzessin Emily I. (Bloch) leistete beim Kamellen-Werfen Schwerstarbeit auf dem letzten Wagen des Zuges. Zentnerweise hatten Prinzessin und das Kinderprinzenpaar die Jecken am Straßenrand mit Süßigkeiten und sonstigen Präsenten erfreut.

    Den eigentlichen Schluss des Zuges aber bildeten die Mitarbeiter des Gemeinde-Bauhofes. Noch in Sichtweite des letzten Wagens sammelten die Männer Flaschen und Müll ein, fegten mit Bläsern Unrat von den Gehwegen auf die Straße, wo er sofort von der Kehrmaschine aufgenommen wurde. Kall war somit am späten Nachmittag entlang des Zugweges wieder sauber. 

    (Reiner Züll)

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